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von unserem tagebuch Zur Zeit befindet sich das Projekt les bubblegums in einer Time-out Phase. Sobald es Neuigkeiten zu berichten gibt, halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden... mai 2006 30 jahre schulhaus wydenhof überregionales band- und chorfestival Rückblick schülerbands begeisterten rundum! tolle stimmung am wydenhof-festival [...] "les bubblegums und Band" begeisterten mit Liedern von Tokio Hotel, Juli, Lunik und Robbie Williams. Dabei lag die Stärke sowohl bei bei ihnen wie auch bei den anderen Bands in den Stimmen und den Instrumenten angepassten Arrangements. Ob Lehrer (sie halfen für einmal im Staff mit), Eltern, Bekannte, Verwante - sie alle waren begeistert, ob den Leistungen der Schülerinnen und Schüler. [...] Rontaler, Donnerstag, 18. Mai 2006, Nr. 20 dienstag, 2. mai 2006 Heute haben wir an der Chorprobe alle Lieder noch mal gesungen, die wir am Konzert auch singen und spielen werden. Es sind noch weniger als zwei Wochen vor dem Konzert und etwas mehr als eine Woche vor unserem ersten Auftritt vor den Schülerinnen und Schülern aus dem Wydenhof Schulhaus. Es ist klar, dass alle jetzt schon aufgeregt sind auf das bevorstehende Konzert. Aber die Aufregung wird noch steigen. Samar Al Shawk, Schülerin 5. Klasse Schulhaus Sagen dienstag, 11. april 2006 Alle Kinder trafen um 15.20 Uhr ein, holten sich einen Stuhl und machten einen Halbkreis. Als erstes verteilten die Lehrer ein neues Lied. Es heisst Dieser Weg. Herr Walti machte mit uns ein paar Übungen zu diesem Lied, er sagte uns wo wir was singen. Danach sangen wir Die perfekte Welle. Die Schülerinnen und Schüler, die das sangen mussten nach vorne. Nachher übten wir Love how you Love me, da musste Herr Hügin ein paar Schüler versetzen, die zu viel geschwatzt haben. Danach sangen wir Durch den Monsun. Herr Hügin begleitete alle Lieder mit dem Klavier (oder E-Piano).Wir sangen noch drei weitere Lieder und dann war die Chorprobe schon zu Ende. Singen ist schon recht anstrengend, es macht aber auch viel Spass. Ich finde es cool, dass ich in diesem Chor bin. Larissa Werren, Schülerin 5. Klasse Schulhaus Sagen donnerstag, 6. april 2006 Drei Schulwochen vor dem grossen Auftritt treffen sich les bubblegums im Musikzimmer im Wydenhof zur Probe. Um ein Uhr nachmittags treffen die ersten Schülerinnen und Schüler ein, um Instrumente zu stimmen und einzurichten. Zwanzig Minuten später sind alle Bandmitglieder von wake me up when september ends versammelt und beginnen gleich damit, ihren Song zu proben. Als um viertel vor zwei die restlichen Chormitglieder eintreffen, starten wir gleich mit diesem Song. Danach hören wir backup. Für diesen Song haben wir uns erst vor wenigen Wochen entschieden. Er wird, genauso wie beautiful, nicht vom ganzen Chor sondern nur von einzelnen Schülerinnen gesungen. Danach teilen wir les bubblegums auf. Die Bandmitglieder von die perfekte Welle proben weiterhin im Musikzimmer, während der restliche Chor in der Aula Atem- und Einsingübungen macht. Zum Schluss treffen wir uns noch einmal alle im Musikzimmer und singen die verbleibenden Songs in umgekehrter Reihenfolge durch. Alle Songs werden nun nur noch von Schülerinnen und Schülern begleitet. Obwohl noch viel Arbeit vor uns liegt, merkt man doch, dass die Songs langsam bühnenreif werden. af dienstag, 28. märz 2006 "... alle Kinder nehmen sich einen Stuhl und machen ein Halbkreis." Das war das erste Kommando von Herr Walti, der seit Montag wieder bei uns im Sagen Schulhaus ist. Doch nicht wie sonst, wo immer alle Kinder eine halbe Stunde benötigen, gelingt es uns heute in ein paar wenigen Minuten ordentlich einzurichten. Wir sangen alle sieben Songs durch. Es gelang eigentlich alles sehr gut, ausser dass Herr Walti und Herr Hügin immer wieder Kinder versetzen mussten. Irgendeinmal machte Herr Hügin das Angebot, dass die Kinder, denen es keinen Spass macht im Chor zu singen und dauernd stören, einfach nicht mehr in den Musikunterricht kommen. Sie erledigen dafür jedes Mal einen Auftrag und besuchen alleine den Unterricht in einer anderen Klasse. Als wir dann angels von Robbie Williams sangen, hatten alle den "Kabis" von vorher vergessen, und sangen begeistert mit. Zu den sieben Songs die wir bereits haben, kommt vielleicht noch backup von Lunik, den Anamaria singen würde. Vielleicht wird sie von Manuela am Bass und Natalie am Klavier begleitet. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass das nicht bei allen gut ankommen wird oder angekommen ist. Aber vielleicht liege ich da auch falsch. Auf jeden Fall werden wir am Donnerstag mit der Band proben, denn heute begleitete uns nur Herr Hügin mit dem Klavier oder mit dem E-Piano. Ich freue mich auf den Donnerstag, wie hoffentlich alle anderen von les bubblegums (... die, die dann noch dabei sind!) Ich hoffe aber auch, dass wir uns dann noch Chor nennen dürfen, und uns nicht nur noch Band nennen können. Es war eine anstrengende Probe, aber auch eine coole. Karina Aregger, Schülerin 6. Klasse Schulhaus Sagen donnerstag, 23. märz 2006 Als ich am Nachmittag bereits um 13.20 Uhr in das Schulzimmer von Herr Hügin platzte, sah ich auch schon seine Tochter Mia, die Herr Hügin tatkräftig beim "Vorproben" unterstützte. Ich bekam aber auch gleich einen Auftrag. Ich musste mir jemanden schnappen, und mit ihm die Stühle für die anderen Kinder aufstellen. Als Ramona und ich in das Schulzimmer kamen, gab Mia gerade ein kleines Konzert. Doch als sie Ramona und mich entdeckte, war sie auf einen Schlag ruhig. Als Herr Hügin dann ins Lehrerinnenzimmer ging, blieb Mia bei uns. Aber sie wollte immer singen. Dann musste ich ihr erklären, dass man einen Schalter aktivieren muss, und ich nicht weiss wo der ist. Aber dann meinte Mia: "Wieso god das etz ned?" Dann musste ich ihr erklären, dass man dazu Strom braucht. Prompt fragte sie: " Was esch Strom?" Das waren jetzt nur zwei der Fragen, von den vielen, die sie mir stellte! Als die anderen siebzig Kinder auch im Schulzimmer waren, sangen wir Mia das Lied Love how your love me vor, doch ich glaube, sie war ein bisschen geschockt, denn als Herr Hügin fragte, ob sie noch ein Lied hören will, schüttelte sie nur den Kopf. Ich hoffe, wir sind nicht so schlecht ;-). Als Frau Hügin dann mit Mia ging, spielten wir alle Lieder einmal. Was zwar anstrengend war, aber auch lustig. Wir sprachen auch über den 12. und 13. Mai 2006 (Für alle die, die nicht wissen was dann los ist, an diesen zwei Tagen findet das Wydenhof Festival statt!). Neun Mädchen mussten dann von 15.45 Uhr bis 16.25 Uhr noch einmal volle Konzertration zeigen, um den Song beautiful von Christina Aguilera zum Besten geben. Und wieder einmal ging ein toller Band- udn Chornachmittag zu Ende. Karina Aregger, Schülerin 6. Klasse Schulhaus Sagen donnerstag, 17. März 2006 Beautiful, beautiful, beautiful, das war angesagt. Während die anderen Kinder gemütlich vor dem Fernseher sitzen, schwitzen wir (Muriel am Klavier, Manuela am Bass, Melani am Schlagzeug, Larissa am Keyboard, Angelika am Cello, Sarah, Marijana, Anamaria, und ich, Karina am Gesang) uns fast zu Tode. Na ja, wenigstens konnten wir viel dazu lernen: So zum Beispiel nicht wie ein kitschig geschmückter Weihnachtsbaum zu spielen und zu singen, sondern eher den überflüssigen Weihnachtsschmuck abzunehmen. Es gibt ja auch ein Sprichwort, das heisst: Weniger ist mehr. Ich glaube die Musik ist dafür ein gutes Beispiel. Am Schluss waren alle erschöpft und vielleicht machte jemandem etwas weh, wie zum Beispiel Manuela, die jammerte, dass sie nicht mehr mag und ihr die Finger vom Bass spielen weh tun, oder sie müsse sich setzen... Doch das war noch nicht alles. Als die anderen ihren Film fertig geschaut hatten, kamen sie zu uns ins Schulzimmer, um sich anzuhören, was wir alles geprobt oder erarbeitet haben. Für einige war aber noch nicht Schluss, denn sie mussten noch für den Song Mama ana ahabak bereit stehen. Diese Probe war auch sehr, sehr anstrengend. Viele haben aber den Tag gut gemeistert. Immerhin haben wir ja nicht Stress, so wie Christina Aguilera oder Christina Stürmer (lustigerweise heissen beide Christina). Die Bandprobe war beautiful, so wie der Song. Karina Aregger, Schülerin 6. Klasse Schulhaus Sagen donnerstag, 16. februar 2006 Da der für heute geplante Schneetag im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser fällt, haben wir beschlossen, noch eine letzte Chorprobe vor den Fasnachtsferien zu halten. Also treffen sich les bubblegums im Schulzimmer von Guido Hügin, um alle Chorlieder noch einmal zu singen. Da Stefan Walti nach den Ferien drei Wochen im WK sein wird, wird die Zeit bis zur nächsten Probe sonst zu lang. Das Schulzimmer ist für 71 Kinder und 3 Lehrpersonen sehr eng, deshalb brauchen wir einige Zeit, bis wir eingerichtet sind und alle einen Platz gefunden haben. Danach legen wir aber los. Nach dem Einsingen singen wir alle Songs in umgekehrter Reihenfolge einmal durch. Wo nötig, repetieren wir einzelne Stellen der Songs. Die Band kommt heute nicht zum Einsatz, dafür aber die Solistinnen und Solisten. Nach den Fasnachtsferien starten wir mit Bandproben vor und nach der Schule, für die einzelnen Songs. Die Schülerinnen und Schüler haben den Auftrag, sich untereinander abzusprechen und sich bei möglichen Daten für die Proben einzutragen. Nach den Ferien kann es dann losgehen mit Bandproben ausserhalb der Schulzeit und weiteren Chorproben während der Schulzeit. af donnerstag, 9. Februar 2006 Vermutlich zum letzten Mal vor den Fasnachtsferien treffen sich les bubblegums im Musikzimmer im Wydenhof. Herr Walti hat zur heutigen Probe im Voraus einen Checkzettel geschrieben, damit das Einrichten der Instrumente, Stühle und Sitzanordnung mit 71 Kindern einwandfrei funktioniert. Dies klappt dann auch sehr gut und wir können sofort mit dem Einsingen loslegen. Wir starten mit den uns bereits bekannten Atemübungen, sowie einigen noch unbekannten Stimmübungen. Anschliessend gibt Herr Walti das Ziel des heutigen Nachmittags bekannt: Wir wollen alle Songs mindestens einmal durchproben können, wenn möglich schon mit Bandbegleitung. Damit starten wir auch gleich. Als wir nach der ersten Lektion jedoch erst am zweiten der sieben Songs sind, merken wir, dass wir uns ein bisschen viel vorgenommen haben. Ausserdem fehlen uns leider auch viele Bandmitglieder, da in den letzten Tagen die Grippewelle ausgebrochen ist. Trotzdem schaffen wir es bis um zwanzig nach drei, alle Songs einmal oder sogar zweimal durch zu singen. Wie bereits letzten Donnerstag, ist die Chorprobe damit jedoch noch keinesfalls beendet. Die Schülerinnen und Schüler, die angels (Robbie Williams) sowie wake me up when september ends (green day) mit Instrumenten begleiten oder singen, treffen sich um halb vier bei Herr Hügin im Schulzimmer, um ihre Begleitungen zu besprechen. Zwischen Fasnachtsferien und Osterferien werden wir dann weitere zusätzliche Proben vor und nach der Schule abhalten, damit die Begleitungen bis zu unserem Konzert sitzen... af donnerstag, 2. februar 2006 Nach einer zweiwöchigen Pause trifft sich les bubblegums heute zu einer weiteren Chorprobe. Wir haben heute Besuch: Die 6. Klasse von Vreni Schmid nimmt an unserer Chorprobe teil, um einen Einblick in unsere Proben zu erhalten. Wir starten in unserer gewohnten Formation mit Atemübungen und Einsingen. Anschliessend üben wir angels (Robbie Williams). Nachdem wir es einmal durchgesungen haben, lesen uns vier Mädchen die deutsche Übersetzung vor. Danach sehen wir uns den Videoclip eines Liveauftritts von Robbie Williams an und singen auch gleich zu angels mit. Zum Abschluss spielen und singen wir das Lied noch einmal durch. Im zweiten Teil der heutigen Chorprobe üben wir die perfekte Welle (Juli). Leider sind wir heute nicht so in Bestform und das Lied tönt nicht wirklich wie eine "perfekte Welle". Mit wake me up when september ends (green day) und love how you love me (Melanie Thornton) beenden wir den offiziellen Teil der heutigen Chorprobe. Eine Viertelstunde später geht im Schulzimmer von Guido Hügin das Proben bereits weiter. Die Schülerinnen und Schüler, die bei durch den Monsun (Tokio Hotel) und Mama ana ahabak (Christina Stürmer) ein Instrument spielen oder Solo singen, treffen sich zu einer ersten Bandprobe. Wir besprechen die Einsätze der Instrumente und proben die Lieder erstmals mit allen Instrumenten durch. Obwohl viele Kinder ihre Parts schon gut im Griff haben, liegt noch viel Arbeit vor uns bis zu unserem Auftritt... af donnerstag, 19. januar 2006 Nach Klassen gruppiert, besammeln sich les bubblegums heute zu einer weiteren Chorprobe in der Aula Wydenhof. Bei der letzten Probe haben wir uns besonders den beiden Songs durch den Monsun (Tokio Hotel) und love how you love me (Melanie Thornton) gewidmet. Heute haben wir vor, angels (Robbie Williams) und Mama ana ahabak (Christina Stürmer) intensiv zu üben. Nach dem Einsingen wollen wir jedoch noch einmal die zwei Songs der letzten Probe repetieren. Obwohl wir beide Songs nur noch einmal kurz wiederholen, brauchen wir dazu doch schon fast die erste Lektion der heutigen Probe. Die Klasse von Herr Walti hat im Refrain von love how you love me während der Pause zwischen den Proben noch eine zweite Stimme eingeprobt. Bereits begleiten auch schon Kim und Melanie zwei Songs auf dem Piano. Sie werden die Lieder am Konzert begleiten. Die Songs tönen nun bereits sehr Konzertreif! Danach wenden wir uns Mama ana ahabak zu. Noch während dem Proben bemerken wir jedoch, dass es hier Probleme mit der Tonlage gibt. Die Originaltonlage ist für die Kinder zu tief, um vier Halbtöne transponiert, wird sie jedoch zu hoch. Also müssen wir eine neue Tonlage, irgendwo dazwischen finden. Das braucht Zeit und ist für die Kinder anstrengend. Wir legen eine aktive Pause ein, in der wir uns advertising space (Robbie Williams) anhören. Danach proben wir weiter an Mama ana ahabak und finden schliesslich eine ideale Tonlage. Für angels bleibt leider nur noch kurz Zeit, danach ist die Zeit um und wir müssen die heutige Probe beenden. af donnerstag, 5. Januar 2006 les bubblegums treffen sich heute, erholt nach den Weihnachtsferien, in der Aula Wydenhof zu einer weiteren Chorprobe. Herr Walti startet gleich mit der Bodycheck - Übung, sowie mit dem Einsingen. Heute steht die Probe von durch den Monsun (Tokio Hotel) und love how you love me (Melanie Thornton) im Zentrum. Stefan Walti übt mit den Kindern besonders den Refrain von durch den Monsun. Die Schüler und Schülerinnen schreiben sich Hilfestellungen auf, damit sie die Hey's in der Bridge richtig treffen. Als wir das Lied mit Solos und Chor ganz singen, erkennt man eine verblüffende Steigerung des Gesangs. Als aktive Pause singen wir die perfekte Welle (Juli) und machen eine Atemübung. Danach ist die Atmosphäre sehr ruhig und entspannt. Vier Schülerinnen lesen die deutsche Übersetzung von love how you love me vor. Danach üben wir die Bridge von diesem Song zum ersten Mal dreistimmig. Ich empfand die heutige Chorprobe besonders intensiv und arbeitsreich. Es sind nun nur noch zehn Proben bis zu unserem Konzert im Mai. Vor den Ferien haben wir damit gestartet, die Band zusammen zu stellen. Diese Kinder üben nun zusätzlich zu den Chorproben in ihrer Freizeit Schlagzeug, Bass, E-Gitarre und Piano. Bald schon werden wir mit Bandproben beginnen wo die Kinder ihr Instrument in Kombination mit den anderen Instrumenten zu beherrschen lernen. af donnerstag, 15. dezember 2005 Seit längerer Zeit wieder einmal findet die Chorprobe von les bubblegums im Musikzimmer von Bruno Baumberger im Schulhaus Wydenhof statt. Der Raum ist zwar kleiner als die Aula, dafür haben wir dort Mikros und Instrumente zur Verfügung. Heute als besonderer Gast dabei ist Christoph Huber, unser Schulleiter. Die Kinder setzen sich beim Hereinkommen auf die bereits vorbereiteten Stuhlreihen mit Blick gegen die Wand, wo bald darauf ein Ausschnitt aus den Konzerten zu les choristes zu sehen ist. Wir achten uns bei diesem Konzertausschnitt besonders auf die Haltung der Kinder auf der Bühne. Herr Walti zeigt uns beim Einsingen die Bedeutung der Verbindung von Mund und Nase beim Singen. Danach starten wir mit beautiful von Christina Aguilera. Dieses Lied werden an unserer Aufführung im Mai sieben Schülerinnen ohne die Hilfe des Chors singen und spielen. Im Anschluss daran singen wir die für das Konzert vorgesehenen Lieder. Die Gesangs- und Instrumentalparts der einzelnen Lieder sind nun verteilt. Heute haben die Schülerinnen und Schüler, die in einem der Lieder singen werden, bereits ihren ersten Auftritt vor dem siebzigköpfigen Publikum. Für viele Kinder ist es das erste Mal, dass sie vor so vielen Leuten in ein Mikrophon singen. Ihr Mut ist wirklich bewundernswert. Zwischen den einzelnen Liedern macht Herr Walti noch zwei weitere Stimmübungen sowie die Bodycheck-Übung zur Auflockerung. Als aktive Pause hören wir uns advertising space von Robbie Williams an. Er singt in diesem Song von Elvis und davon, welche Auswirkungen er immer noch auf die heutige Zeit hat. Mit wake me up when september ends von Green Day schliessen wir die heutige Chorprobe ab. Das Schlusswort kommt von einer Schülerin, der die heutige Probe besonders gefallen hat, weil es wenig Seitengespräche gab...af donnerstag, 1. dezember 2005 Nach der letzten Chorprobe von les bubblegums, die am Tag der aufgeschlossenen Volksschule im kleinen Pavillon stattfand, geniessen wir heute besonders die Weite der Aula im Wydenhof. Wir starten mit dem Videoclip beautiful von Christina Aguilera. Im Voraus bespricht Herr Hügin mit den Kindern die Bedeutung des Songs und der Bilder im Clip: Jeder Mensch ist auf seine eigene Art beautiful, solange er andere Menschen dabei respektiert. Im Anschluss an das Video singen wir den Song gleich zum ersten Mal selber. Danach starten wir mit dem Proben von Die perfekte Welle von der deutschen Band Juli. Fest steht, dass dies der erste Song ist, den wir am Konzert im Mai singen werden. Danach führt Herr Walti die Bodycheck Übung auf eine neue Art ein und wir konzentrieren uns anschliessend auf unseren Atmen. In Verbindung mit dem neuen Atembewusstsein machen wir Stimmübungen. Nach dieser aktiven Pause singen wir Durch den Monsun von Tokio Hotel und angels von Robbie Williams. Zum Schluss schauen wir uns den letzten Teil von les choristes an. Der Film ruft wie schon bei früheren Ausschnitten Stille und Spannung hervor. Bevor die heutige Probe endet, haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Zettel zu holen, mit denen sie ihr Interesse an Solos oder Begleitungen mit Instrumenten für das Konzert im Mai anmelden können. Bis zu den Weihnachtsferien werden die verschiedenen Wünsche ausgewertet, besprochen und verteilt. Mir gefällt an der heutigen Chorprobe die Atmosphäre besonders gut. Nach der eher anstrengenden Probe am Tag der Volksschule, wird heute wieder motiviert und konzentriert gesungen, zugehört und gearbeitet. af Donnertsag, 17. November 2005 Tag der aufgeschlossenen Volksschule im Kanton Luzern - offene Türen im Schulhaus Sagen. Anstatt am Nachmittag in der Aula Wydenhof fand unsere Probe nach Stundenplan zwischen 18.00 und 20.00 Uhr im Zimmer von unserem Sagenpavillon 2 statt. Nach dem offiziellen Start in der Sagenarena mit den beiden Schulhaus-Songs begaben sich die Kinder von les bubblegums mit einer Schar Eltern in den mit der notwendigen Technik vorbereiteten Raum. Zum Einstieg schauten wir das von Herrn Hügin versprochene Video von Christina Stürmer Mama ana ahabak. Darauf sangen wir einige Songs aus der Auswahl vom Maikonzert und führten uns in den beiden aktiven Pausen den Videoclip von Juli mit perfekte Welle und einen weiteren Teil aus dem Kinofilm Les choristes zu Gemüte. Zum Schluss gaben wir Weather und Durch den Monsun zum Besten. Der Klang und die Kraft schienen sich nicht richtig zu entfalten. Ob dies nun am kleinen Raum, der ungewohnten Tageszeit, dem Kommen und Gehen von Besucherinnen und Besuchern oder allem zusammen lag, sei dahingestellt. Frau Fuchs, Herr Hügin, Herr Walti und wahrscheinlich viele Kinder freuen sich jedenfalls bereits wieder auf die nächste Probe in der geräumigen Aula im Schulhaus Wydenhof. sw donnerstag, 3. november 2005 les bubblegums treffen sich heute zu einer weiteren Chorprobe. Bereits zum dritten Mal finden wir uns in der Aula Wydenhof ein. Wie bisher ist der Raum mit Konzertflügel, Gitarre und Beamer ausgerüstet. Sobald alle Chormitglieder eingetroffen sind, starten wir gleich mit Schauen, Hören und Mitsingen von zwei Songs ab Leinwand. Engel fliegen einsam von Christina Stürmer ist für viele Kinder noch neu. Beim Song durch den Monsun von Tokio Hotel hört man jedoch bereits begeisterte Stimmen mitsingen. Nach diesem ersten Eindruck der zwei neuen Songs, starten wir mit einem regelrechten Liedermarathon. Neu haben wir uns heute dazu entschieden, auf Stühlen anstatt am Boden sitzend zu singen. Dies trägt dazu bei, dass die Stimmen im Raum viel klangvoller wirken. Wir singen alle der elf bisherigen Songs. Die Schülerinnen und Schüler sollen noch einmal einen Überblick über alle Songs bekommen, damit ihnen eine Auswahl leichter fällt. Auf Morgen (Freitag) werden alle Kiinder sich für sechs der elf Songs entscheiden müssen. Ebenfalls möglich ist es, ein Lied aus dem Sommerkonzert 2005 von les bubblegums zu wählen. Die sechs Favoritensongs werden wir an unserem Konzert im Mai 2006 singen. Zum Abschluss der heutigen Probe schauen wir einen weiteren Teil des Filmes les choristes, von welchem wir vor zwei Wochen bei der letzten Chorprobe einen ersten Teil geschaut haben. Die heutige Probe erscheint mir sehr intensiv und ich bin gespannt auf die Ergebnisse der Liederwahl. Ebenfalls neugierig bin ich auf die nächste Probe, die am Tag der Volksschule, ausnahmsweise im Singsaal im Schulhaus Sagen, stattfinden wird. af donnerstag, 20. oktober 2005 Das erste Mal nach den Herbstferien findet am Donnerstagnachmittag eine weitere Probe von les bubblegums statt. Da wir bei der letzten Probe begeistert waren von der Atmosphäre, die in der Aula entstand, beschliessen wir, eine weitere Probe dort abzuhalten. Die Schüler werden mit dem bereits bekannten Video angels von Robbie Williams auf die folgenden Lektionen eingestimmt. Anschliessend stellen wir den Ton aus und singen angels selber. Die Bilder vom Originalkonzert laufen immer noch im Hintergrund und geben uns einen ersten Ausblick auf unsere Aufführung im Mai. Beim Zuhören vermutet man, dass einige Schüler über die Ferien an Text und Melodie von angels geübt haben. Tage wie dieser von Juli wird heute als neuer Song eingeführt. Danach erhalten die Kinder einen halbstündigen Einblick in den Film les choristes. Die Ruhe, die während des Ausschnittes herrscht, deutet auf die Faszination der Schüler hin. Auch ich werde von Eindrücken überwältigt. Es fällt mir nicht ganz leicht, mich anschliessend wieder auf das Singen zu konzentrieren. Der Nachmittag wird abgeschlossen mit einem Wunschkonzert der Kinder. Wir singen love how you love me von Melanie Thornton und the aftermoon von den Lovebugs. Beide Lieder werden leise gesungen, weil wir uns auf den Text und die Aussprache konzentrieren wollen. Zum Schluss kommen die Kinder ganz nahe an den Konzertflügel heran, damit wir angels noch einmal mit vollem Stimmeinsatz singen können...af donnerstag, 29. september 2005 Die dritte Probe der neuen les bubblesgums - Formation fand im kleinen instrumentellen, dafür aber grossen räumlichen Rahmen statt. Wir empfingen unsere drei Klassen für einmal in der geräumigen Aula Wydenhof mit einer simplen Gitarre und dem edlen schwarzen Konzertflügel. Nach dem Einsingen mit Melodien von zweiten Stimmen aus aktuellen Songs machten wir mit einem kurzen Kinotrailer auf französisch die Kinder "gluschtig" auf den Film les choristes. Aus Szenen von diesem Film werden wir uns bei unserer Arbeit in den nächsten Proben anregen lassen, in frühere Zeiten unseres Jahrhunderts zurückblicken und vielleicht auch ein wenig irritiert lachen, wenn die Jungs mit den hohen Stimmen aus dem Internat ohne elektrischen Gitarren, Bass, Schlagzeug und Keyboard die Lieder vortragen. Den zweiten französischen und den deutschen Trailer schauten wir uns im Verlauf der Probe an. Zwischendurch haben wir den Kindern zwei neue Songs, die perfekte Welle von Juli und backup von Lunik vorgestellt und die Liedblätter verteilt. Und siehe da - der einsatzmässig schwiegige Song die perfekte Welle wurde bereits mit euphorischer Stimmgewalt ersungen. Der Raumwechsel hat eine positive Wirkung gebracht, die Kinder hatten viel mehr Platz zum Stehen, Atmen, Aufstehen und Absitzen. Und der Klang entwickelt sich auch toll in diesem grossen Raum. Die nächste Probe wird nach den Herbstferien stattfinden. Da wir mittlerweile bereits eine beachtliche Songauswahl beisammen haben und Herr Hügin noch immer wieder mit grossem Elan neue Gassenhauer und Ohrwürmer findet und musikalisch und grafisch zusammenstellt, werden wir schon bald nach den Ferien einmal die grosse Qual der Wahl habe, uns für sechs bis acht Songs zu entscheiden. Nun - diejenigen, die rausfallen, können wir ja immer noch nächstes Schuljahr singen. Wer weiss... sw donnerstag, 15. september 2005 Am Donnerstagnachmittag, zwei Wochen nach der ersten Probe in der neuen Formatierung von les bubblegums, erscheinen die 71 Schülerinnen und Schüler ausgerüstet mit Singmäppchen und Wasser im Proberaum. Nach einem kurzen Einsingen blicken alle Augen gebannt auf die vom Beamer auf die Wand projizierten Bilder. Wir bestaunen die aufwendigen Bühnenaufbauarbeiten für das Open Air in Knebworth vom Sommer 2003. Die beinahe unvorstellbare Zahl von 125`000 Zuschauern pro Abend beeindruckt uns. Als Robbie Williams mit Angel auf der Leinwand erscheint, erkennen die Kinder im Refrain die Töne vom Einsingen wieder. Sie erahnen richtig, dass wir uns als nächstes an die Probe dieses Liedes machen. Wir üben den Refrain wiederholt, um den Text und die Melodie zu lernen. Dass die Tonlage immer wieder gewechselt werden muss, macht Angel schwieriger als man auf den ersten Blick vermutet. Trotzdem stehen schon sehr schnell zwei 6. Klässlerinnen auf der Bühne und singen die erste Strophe. Anschliessend wird das Mikrophon frei gegeben für alle, die ihr Talent erproben wollen. Nach wenigen zögernden Momenten stürzen sich zirka 30 Kinder (darunter zu unserer Freude auch einige Jungs) auf die Mikrophone und wollen unbedingt singen. Wir singen Angel sowie love how you love me von Melanie Thornton in Endlosschlaufen, bis alle Schülerinnen und Schüler ihre Neugier stillen können. Zum Abschluss hören wir von der 6. Klasse den Song weather von Lunik vom letzten Konzert. Den begeisterten Stimmen und Blicken nach der Chorprobe entnehmen wir, dass diese zweite Probe die Freude an les bubblegums noch verstärkt hat. af donnerstag, 1. september 2005 Donnerstagnachmittag, Musikzimmer von Bruno Baumberger, Schulhaus Wydenhof, 13.40 Uhr. 71 Kinder strömen in den Raum und nehmen klassenweise auf den vorbereiteten Stühlen Platz. Grosse Augen bestaunen die grossformatigen Bilder von vergangenen Konzerten, die Bühne mit Schlagzeug, Keyboard und Gitarren. Aufgeregt rutschen die 5. Klässlerinnen und Klässler auf ihren Stühlen umher, wissen nicht wohin mit den Armen, entdecken die Kollegin aus der Parallelklasse oder den Jungen aus der 6. Klasse von Herr Hügin. "Hallo zusammen, legt doch bitte euer Singmäppchen ab, setzt euch aufrecht auf den Stuhl und legt die Hände locker auf die Beine ..." begrüsst Guido Hügin die 50 "Chorerstklässlerinnen" und seine 21 Profis. Und los gehts, in die erste Probe, in neuer Formation von les bubblegums. Nach einer bekannten Einsummmelodie aus dem letzten Chorjahr hören wir in den Song love how you love me von Melanie Thornton. Die Strophe versuchen wir bereits zweistimmig zu singen. Beim folgenden Song, school of rock, stehen Herr Hügin am Keyboard und Herr Walti an der Gitarre ziemlich verloren auf ihren Posten. Es fehlen alle Kinder, welche letztes Jahr alleine den Song gespielt und gesungen haben. Nur die Profis aus der 6. Klasse beginnen beim Refrain mit den Uh la la la's mit dem ganzen Körper zu wippen und reissen die Arme in die Höhe. In den aktiven Pausen konzentrierten wir uns auf den Atem und machten eine Reise durch unseren Körper. Der Song found von Cheryl Troller ist nicht ganz einfach, wir belassen es beim Mitsummen des Refrains. Nach dem Wunschsong school of rock singen wir noch Weather von Lunik, beide bekannt vom letzten Sommerkonzert. Nach einem feinen und konzentrierten Nachmittag verschwinden die Sängerinnen und Sänger in die Förderstunde oder nach Hause. Und nach meiner Wahrnehmung träumt bereits die eine oder der andere 5. Klässler von einem Auftritt auf der Bühne mit der Bassgitarre, am Klavier, Mikrophon oder Schlagzeug. Wir sind gespannt, was sich bis zu den Schulmusiktagen am 12. und 13. Mai 2006 entwickelt und freuen uns auf die nächste Probe in zwei Wochen. sw sommer 2005 les bubblegums in concert Rückblick Von einem Jahr mit les bubblegums "Für mich war dieses Jahr mit les bubblegums ebenfalls sehr lehrreich. Es ist spannend mitzuerleben, was in Studien schon längst bewiesen ist; singen und musizieren wirkt sich auf die psychische wie auch die emotionale Entwicklung aus! Ich konnte beobachten, wie die Kinder aufeinander Rücksicht nahmen, sich absprachen, aufeinander hörten und einander ermutigten. Die Probearbeit während dem ganzen Jahr und speziell in der Projektwoche war anstrengend. Ruhig sein, gerade stehen, richtig atmen, betont singen und dabei noch locker und freudig auszusehen ... Wir haben viel erwartet, aber auch viel erhalten. Der Berg, der plötzlich auftauchte und die Meinung - Musik ist ja easy, ein bisschen singen und so ... - wurde zerstört. Manche hätten aufgegeben und hätten den Berg ignoriert. Doch nun, den Berg trotz Stürmen, Muskelkater und Hunger erklimmt zu haben, ist ein erfüllendes Gefühl und nur förderlich für den Selbstwert. Ich hoffe, dass les bubblegums irgendwie weiterlebt und wünsche Stefan und Guido viel Energie und Spass." Martina Studer, Lehrerin 6. Klasse Sommer 2005 les bubblegums in concert Kinderstimmen "Mir ist bewusst geworden, wie schön Musik ist." Karina Aregger, Schülerin 5. Klasse "Mir ist bewusst geworden, wie wichtig die Körperhaltung fürs Singen ist. Es hat mich gefreut, dass ich die hohen Töne beim Song She cries for someone else getroffen habe." Anamaria Stijepic, Schülerin 5. Klasse "Mich hat es beeindruckt, dass les bubblegums so schön gesungen haben. Auch hat es mich gefreut, dass so viele Leute die Konzerte besucht haben." Faton Maliqi, Schüler 5. Klasse "Mir wurde bewusst, dass jedes einzelne Kind eine Rolle in dem ganzen Projekt spielt. Alle sind wichtig!" Katja Kellenberger, Schülerin 6. Klasse "Mir wurde bewusst, dass mir singen gut tut, weil es mich aufstellt. Zusammen singen ist streng." Tanja Weiler, Schülerin 6. Klasse "Mir wurde bewusst, dass man bei einem Projekt miteinander und nicht gegeneinander arbeiten kann. Man muss einander ermutigen." Alina Makki, Schülerin 6. Klasse "Mir gefällt, dass ich nun alle Lieder auswendig singen kann." Ursula Baumann, Schülerin 6. Klasse "Da ich fast nie getrunken habe, bin ich während den Proben an die Grenzen meiner Belastbarkeit gekommen und musste oft absitzen. Wenn ich getrunken hätte, hätte ich mehr geben können. Ich fand es eine tolle Zeit im Sagen, vor allem im Chor!" Nicole Zemp, Schülerin 6. Klasse "Mir wurde bewusst, dass ich etwas wagen muss, um etwas zu erreichen!" Fabian Niederberger, Schüler 6. Klasse sonntag, 3. juli 2005 les bubblegums in concert Turnhalle Schulhaus Sagen les bubblegums: Stefan Walti, Martina Studer, Guido Hügin IG musik+theater: Bruno Baumberger Und es war heiss ... Wie schon in den vergangenen Tagen bewegte sich das Thermometer auf einer Höhe von gut 30 Grad, was die Arbeit und die Konzentration erschwerte. Unsere Sänger/Innen wussten, dass sie nun trinken, trinken und nochmals trinken müssen, um der Hitze nur irgendwie standzuhalten. Dies machten sie auch und brachten unter den herrschenden Umständen eine zu beachtende Leistung. Leider war dieses Kribbeln bei vielen nicht mehr gleich vorhanden; es war heiss und zum letzten Bühnenerfolg vom Donnerstag viel Zeit vergangen. Trotzdem genossen die Zuhörerinnen und Zuhörer die Lieder und die schönen Momente, welche uns der Chor lieferte! mst donnerstag, 30. juni 2005 les bubblegums in concert Turnhalle Schulhaus Sagen les bubblegums: Stefan Walti, Martina Studer, Guido Hügin IG musik+theater: Bruno Baumberger Uih, heute war also der erste Tag-X; unser Konzert fand statt. Am Morgen spielten wir vor den SchülerInnen des Sagenschulhauses sowie wenigen Klassen aus dem Zenti und dem Höfli. Am Abend war der grosse Auftritt vor vollbesetzter Halle. Die meisten des Chores, der Solisteninnen und der Solisten sowie der Band waren mega aufgeregt und verspürten das gewisse Kribbeln im Bauch. Das Kribbeln kennst du vielleicht auch; es rumort im Bauch und du weisst nicht genau, ob es dir irgendwie übel ist und wo du die angestaute Energie deponieren sollst. Den Kindern gelang es, diese Spannung auf der Bühne zu entladen und dem Publikum die intensive Probearbeit vorzuführen. Das Publikum war begeistert und liess sich in den Rausch der Musik entführen, was für den Chor das grösste Geschenk war ... Beide Konzerte waren eine phänomenale Leistung und ich war am Abend echt berührt von den wunderschönen Stimmen und Klängen! Daneben aber auch traurig, da ich das gesamte les bubblegums Programm 2005 nur noch einmal, am Sonntagabend, bestaunen kann! Unser importierter Superstar, Micha von den Dada's, genoss die Aufführung und hatte den Stress danach, da er auf allen möglichen Objekten - vom Bass über das Handy und "bedenklose" Körperteile - seine Unterschrift geben musste. Für viele Mädchen ging das Kribbeln also weiter! mst samstag, 25. juni 2005 Heute war der "richtige" Startschuss für unsere Projektwoche mit den beiden Konzerten, der Aufbautag. Um 09.00 Uhr trafen wir uns in der umzubauenden Sagenturnhalle: Kinder, Eltern und wir Lehrpersonen. Da wir diesen Aufbau schon im letzten Sommer gemacht hatten, waren wir wie kleine Profis und hatten den Überblick über die zu verrichtenden Arbeiten. Gerüst aufstellen, die Vorhänge daran montieren, Bühne aufstellen und die Stühle platzieren, die Instrumente sowie die technische Einrichtung auf die Bühne stellen - Vieles wurde heute erledigt, sodass wir am Abend an diesem Konzertraum die wahre Freude verspürten - und dies motivierte uns sowie die Kinder, ab Montag Vollgas zu singen und zu proben! Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei allen Helfern und Helferinnen bedanken; ohne sie wäre diese Umwandlung nicht an einem ganzen Tag möglich gewesen. mst donnerstag, 16. juni 2005 Heute wäre ich bereits schon kurz vor 14.00 Uhr in einem Zustand des Schlafens gewesen... Natürlich nicht, weil die Chorprobe bis zu diesem Zeitpunkt sooo langweilig gewesen wäre, sondern weil ich mich bei unserer neuen Atemübung für sich langsam 21 Mal ein- und ausatmen extrem wohl fühlte. Der Stimmung nach ging es ganz vielen Kindern geich, was mich sehr freute. Diese Übung fasziniert mich. Sie ermöglicht mir, dass ich bei mir ankomme, mich wahrnehme und damit konzentrieren kann. Somit stehe ich nicht mehr neben mir, was auch eine bewusste Haltung voraussetzt....Du merkst, dass mich dieser Einstieg packte und ich mich auf die weitern freue, denn diese Atemübung wiederholen wir ab nun vor jedem Probe- und Konzertbeginn...so schön. Ja, nachher starteten wir unser Programm, mit Band und allem... Uih, einige Kinder erlebte ich sehr aufgeregt und besorgt. Super, denn diese Haltung zeigt mir, dass sie ihre Arbeit wichtig nehmen. Herr Hügin machte von den einzelnen Stücken Aufnahmen, so dass wir es uns anhören durften. Ich staune immer wieder über die Wahrnehmung: Hat es wirklich so geraschelt, als wir beim Lied Pünklti begannen? Vorne auf der Bühne hatte ich überhaupt nicht diesen Eindruck...weil ich mich auf meinen zu spielenden Part konzentrierte... Sicher auch hilfreich für die Kinder, sich selbst zu hören und zu merken, wau, das tönt ja genial und hier müssen wir arbeiten... Ich fand es eine motivierende Probe und schaue zuversichtlich der nächsten entegegen. Schade, dass es bereits die letzte davon in diesem Rahmen sein wird. mst donnerstag, 9. juni 2005 Heute stand die zweite Hälfte der zwölf Songs auf dem Probeplan. Eigentlich ein kurzes Programm. Trotzdem waren wir nach der Hälfte der Zeit erst beim zweiten Song angelangt viele Übergänge, Einsätze und Absprachen mussten nochmals geklärt und eingeübt werden. An diesem Nachmittag entschieden wir uns für aktive Pausen zwischen jedem Song. Die Kinder erholten sich zwischen den Stücken mit Wasser trinken, Augen schliessen und dem Studium des nächsten Songs. Diese Idee half mit, die Präsenz und Aufmerksamkeit zu trainieren, welche unter anderem auf der Bühne unabdingbar ist. Die sich wiederholenden Einstimmübungen scheinen ihre Früchte langsam zu tragen fast allen gelingt es nun, beim Body-Check die Gedankenreise mit geschlossenen Augen zu machen und ihre Körperhaltung erst danach zu verändern, damit sie die nächste Stunde auf der Bühne stehen könnten. Die Bühne bereits in zwei Wochen werden wir sie zusammen aufbauen, die Turnhalle Sagen in einen Konzertsaal verwandeln und danach auf ihr stehen. Sie wird aus Erfahrung das ihrige an die Motivation für den Schlusspurt beitragen. Der Druck wächst: In der nächsten Probe singen wir die ersten sechs Stücke unseres Programms zusammen mit der Band von les bubblegums. Eine Woche darauf wird uns die Band ihr in Eigenregie eingeübtes I am just a kid vorspielen. Und bereits in drei Wochen werden wir uns von der morgendlichen Hauptprobe für die Kinder und Lehrpersonen des Schulhauses Sagen erholen. sw donnerstag, 20. mai 2005 Nach einer sehr langen Pause trafen wir uns heute wieder zum Singen. Herr Hügin liess uns zu Beginn in die Flower-Power Zeit der späten sechziger Jahre eintauchen und zeigte uns Ausschnitte aus dem Musical Hair. Bei der ersten Szene, welche wir uns ohne Ton anschauten, überzeugte mich die junge Darstellerin nur mit ihrer Mimik. Ich hatte das Gefühl, dass sie sehr betroffen und ohnmächtig auf etwas Vorgefallenes reagierte. Das bestätigte sich dann wirklich im zweiten Durchlauf, als wir die die besagte Szene mit Ton genossen. Detlev D! Sost würde zwar der Performance dieser jungen Dame vermutlich minus zehn Punkte geben; doch finde ich, dass es nicht auf das Rumgehopse auf der Bühne draufankommt, sondern auf die Präsenz von Körper und Geist. Wenn ich weiss, was ich singe und was ich sagen möchte, habe ich automatisch die nötige Ausstrahlung…. Ich hoffe, dass dem Chor und den SolistInnen diese Glanzleistung im Sommer - trotz 30 Grad - gelingen wird. Nach diesem musikalischen Leckerbissen ging es mit der Knochenarbeit weiter. Via Zufallsprinzip (einzelne Schülerinnen und Schüler zogen Kärtchen) bestimmten wir die zu probenden Stücke. Bei manchen Stellen zauberte mir der Chor oder einzelne SolistInnen ein Strahlen aufs Gesicht! Schön so. mst ...bald wird hier wieder der neueste Von unserem Tagebucheintrag stehen. Zur Zeit gönnen wir uns ein kleines Proben-Time-out. Die Klasse von Stefan Walti hat es ins Eigenthal, an den Fuss des Pilatus gezogen. Sie weilen dort für eine Woche im Klassenlager. Natürlich haben sie das Nötigste für eine musikalische "Grundversorgung" mitgeschleppt: drei E-Gitarren und Amp's, einen Bass mit Verstärker, ein Keyboard, ein kleines Mischpult, zwei Monitore, ein E-drum, zwei Mikrophone, die nötigen Kabel, ... samstag, 16. april 2005 Infomorgen Sommerkonzerte 2005 Am Samstag trafen sich die Kinder, welche bei den Stücken slide und weather spielen und singen, bereits wieder im Musikzimmer im Schulhaus Wydenhof und umrahmten mit diesen beiden Songs die Elterninformation zum kommenden Sommerkonzert. Guido Hügin führte unsere Gedanken mit Hilfe der aufgehängten Fotos zurück zu den Anfängen der gemeinsamen Projekte mit Bruno Baumberger und deren Klassen und skizzierte die Geschichte und Idee der IG musik+theater. Bruno Baumberger und Martina Studer berichteten den Eltern über die Erfahrungen im Musikunterricht an der Primarschule respektive der Oberstufe. Auch erhielten die Eltern Eiblick in die Arbeit mit the rabble und les bubblegums und wie Musik Kinder und Jugendlich motiviert. Ich informierte danach über das bevorstehende Sommerkonzert 2005. Nach der offenen Fragerunde folgte das Schlussstück. Mit einem klaren Kopf und gestärktem Rücken freuen wir uns nun auf die weitere Probearbeit und die Konzerte von the rabble und les bubblegums. sw donnerstag, 14. april 2005 Wir haben den Chor in zehn Gruppen aufgeteilt. Als alle ihren Platz gefunden hatten, begannen wir mit dem Lied von Dada (ante portas) she cries for someone else . Danach schauten wir das Lied everybody knows I love you an. Zum Abschluss der Chorstunde sangen wir school of rock. Sandro und Cyrill, 6. Klasse Schulhaus Sagen donnerstag, 24. märz 2005 Heute war der erste Durchlauf angesagt. Die 70 Kinder aus den drei Klassen waren gefordert. Galt es doch das ganze Programm mit nur einer kurzen Pause durchzuziehen. Den Opener I'm just a kid mussten wir noch mit Hilfe des Playbacks singen, da the band noch nicht so weit war, dass sie den Song live begleiten konnte. Dreizehn Songs hämmerte ich in die Klaviertasten, meine Fingerspitzen begannen vor allem beim Song everybody knows I love you zu schmerzen... Als Zugabe wählten wir Y.M.C.A., ein Hit vom letztjährigen Sommerkonzert. Sura, die heute mit drei anderen Mädchen auf Schulbesuch war, begleitete uns spontan am Schlagzeug. Nach der Probe klagte auch Stefan Walti über schmerzende Fingerspitzen und meinte, dass er wohl die Gitarre während den Osterferien mit nach Hause nehmen wird... gh donnerstag, 17. märz 2005 Heute Nachmittag haben wir uns ganz fest auf unsere Atmung konzentriert und zu ihr verschiedene Übungen gemacht. Eine hat mir speziell gut gefallen, nämlich jene, bei der wir dem grossartigen Sänger von Lovebugs, Adrian Sieber, mit seiner wunderschönen Ballade A Love like Tides zuhörten und seinen Atem kopierten. Gar nicht so einfach, denn viele atmen falsch. Beim Einatmen füllt sich der Bauch und entlädt diese Spannung beim anschliessenden Ausatmen. Und: der Bauch füllt sich, nicht die Brust. Jetzt denkst du vielleicht: Was, atmen falsch? Das geht doch gar nicht! Atmen, das machen wir ja schon seit unserer Geburt und wenn wir dies nicht mehr tun würden, wären wir bereits vom Stängelchen Leben gefallen.Doch wie so oft: die natürlichsten Sachen erweisen sich als die kompliziertesten, sobald du sie konzentrierst vollziehst! Während der zweiten Lektion haben wir den Refrain von fahrlässig miteinander Wort für Wort durchdiskutiert, damit alle von der gleichen Aussprache ausgehen. Den anschliessenden Rocksong aus dem Movie School of Rock fegte mich nicht gewaltig weg. Die bereits von Sonnenbrand erhitzten Gesichter wurden durch die Wärme des Schulzimmers noch träger und unweigerlich damit verbunden passierte dies wahrscheinlich auch mit ihren Stimmen. Schade. Dafür konnte Herr Hügin mit den abgegebenen CD's an seine Schüler brillieren: In seiner Klasse hat jede Nase eine, während in den beiden Klassen von Herrn Walti und mir noch 20 Kids ohne CD leben. Herr Hügin meinte, dass dies ihm 20 Kaffees beschere; je eines vor und eines nach der Probe, da wir bis zu unserer Probewoche noch 10 Donnerstagnachmittagproben hätten. Mit seinem doch eher übermässigen Kaffeekonsum konnte er mich nicht so recht schocken, da ich mich selber zu einem kleinen Kaffeejunkie verurteilen würde; doch nur noch 10 offizielle Proben? Hilfe, ich bekomme Herzflattern! Der Countdown läuft also und ich hoffe ganz fest, dass Herr Walti an der nächsten Probe wieder dabeisein kann, da er durch seine Abwesenheit (gute Besserung) heute sehr gefehlt hat! mst donnerstag, 10. märz 2005 Entweder ist die kleine Schwester von Alina Makki, einer Sängerin aus der 6. Klasse von Martina Studer, seit der Geburt eine zufriedene Natur, oder der der Einfluss der Musik und der Kinderstimmen haben das ihre dazu beigetragen, dass das kleine Baby, das anlässlich der Elternbesuchstage mit seiner Mutter zu Gast im Musikzimmer Wydenhof war, über eine Stunde ruhig zugehört hat. Mir gefällt, dass immer mehr Kinder bei den Einstimmübungen die Augen schliessen und sich total auf den eigenen Klang-Körper, ihre eigene Stimme und die Töne konzentrieren können. Michèl am Schlagzeug, Stefan und Cyrill an den Gitarren sowie Anamaria, Marijana und Alina als Sängerinnen der eigenständigen Band verblüfften mit ihrem Probeeifer beim Stück School of Rock. Zusammen mit dem Chor kämpften wir uns durch das Intro und die erste und zweite Strophe zum Refrain vor. Die verlangten Singmäppchen und Bleistifte erfüllten ihren Zweck: Wir erarbeiteten den Refrain der Titelgschicht und versuchten mittels Kennzeichnen der Vokale einen breiten, einheitlichen Klang zu erreichen. Zwischendurch hörten wir immer wieder in einzelne Stücke hinein, zählten Takte, versuchten zweite Stimmen und Einsätze zu erkennen und auf die Aussprache zu achten. Die gehäuften Toilettenbesuche in den kurzen Sauerstoffpausen versuchen wir mit Hilfe von je einer Toilettenkarte für Knaben und Mädchen zu verteilen. So kann man, wenn man dringendst muss, während der Probe gehen. Nach der Chorprobe untersuchten wir die beiden Stücke Pünktli und the most beautiful song mit den SolosängerInnen und ChorbandspielerInnen im temporären Bandprobezimmer von Guido Hügin. sw donnerstag, 3. märz 2005 Uh laa la la, uh laa la la, uh laa la la, uhh... Mit dieser Interpretation des Backgroundgesangs von School of Rock begannen wir unseren Probenachmittag. Nach einem Bodycheck zauberten wir in Gedanken farbige Wolken in die Luft und füllten mit den verschiedensten Farben das Singzimmer. Danach erarbeitete Frau Studer mit uns Textteile und den Refrain vom Song Fahrlässig. Während der ganzen Probe mussten wir oft genau und konzentriert zuhören: Unterschiede herausfinden zwischen dem Originalgesang ab Mini-Disc und dem Textblatt, Takte zählen, Melodien heraushören. Michèl stellte sich zur Verfügung, als Wächter der Sauerstoff- und Bewegungspausen die Probezeit im Auge zu behalten und in 20-Minutenabständen und geeigneten Momenten uns "Bosse" darauf aufmerksam zu machen - was sich als hilfreich herausgestellt hat. Nebst dem Pünktli nahmen wir she cries for someone else unter die Refrainlupe. In dieser Probe erlebte ich eine feine, sensible Lernstimmung. Nebst unserer starken Mädchenabteilung beobachtete ich viele Knaben, die auch beim schwierigen und recht hohen Song von Dada (ante portas) konzentriert mitgesungen haben - toll! Wiederum trafen wir uns anschliessend im Zimmer von Frau Studer, um mit allen Bandmitgliedern und SolosängerInnen die Förderstundenprobearbeit zu besprechen. Um möglichst viele vollständige, motivierende Proben zu erleben und Enttäuschungen vorzubeugen unterschrieben alle einen Probevertrag, in welchem sich die Kinder verpflichteten, zu üben, jeweils alle Materialien und Noten in den Proben dabeizuhaben und an wichtigen Probedaten keine Urlaubstage zu beziehen. Ab nächster Woche beginnen wir jeweils Dienstags und Donnerstags mit den Band- und Soloproben. sw donnerstag, 24. februar 2005 Phua das war anstrengend. Erstmals seit Weihnachten versuchten wir uns wieder einmal in eineinhalb Stunden Chorsingen. Angefangen hatte die Probe konzentriert mit der Körpercheck-Übung und leisem Einsummen. Ein Kompliment war danach für die Ecke fällig, in welcher Stefan Lorenz sass: Standhaft zogen sie die zweite Stimme beim Refrain der Titelgschecht durch. Ein anderes gebührt all jenen Kindern, welche bereits ihre Chor- und Solostellen geübt hatten. Die Solistinnen motivierten an den Mikrophonen den Chor zum Mitsingen und umgekehrt unterstützten die Chorkinder auf feine Art die Solistimmen. Begeistert wurde der Entscheid aufgenommen, den Titelsong von School of Rock ins Bandrepertoire aufzunehmen, dazu den Chor auf die Bühne ziehen zu lassen und dabei als BackgroundsängerInnen mitzuwirken. Vor der Chorprobe erarbeiteten wir mit Michèl ubd Cyrill in zwanzig Minuten das Intro und den Refrain von Zack's Song aus School of Rock und spielten diese nach der Fünfminuten-Pause den Kindern vor. Nebst diesem Stück ist bei 13 weiteren Üben angesagt, und dazu kommt Üben, und man ahnt es schon nochmals Üben. Nebst einigen altbekannten Stücken wie slide haben wir keini Träne meh und weather von Lunik angesungen. An die anderen Sachen kann ich mich bereits nicht mehr erinnern wir haben heute viel gearbeitet. sw donnerstag, 17. februar 2005 Die Aktivitäten von les bubblegums nahmen bereits zwei Tage vor der Chorprobe ihren Lauf. Im Schulzimmer von Herr Hügin hörten wir uns Ausschnitte aus den zehn Songs an, die während den Fasnachtsferien in die Abstimmungsauswahl kamen. Auf Abstimmungszetteln durften alle Kinder einen Song erster und zweiter Wahl vermerken: Absoluter Renner wurde der Song Everybody knows I love you von den Lovebugs, gefolgt von der Band Scream mit dem Song Fahrlässig. Nach einer Einsingübung, bei welcher je die Hälfte des Chores einen anderen Ton aushalten und wiederfinden mussten, wurde die Kinder erst recht ins kalte Wasser geworfen. Beim Song Keini Träne meh von Gölä kamen einige an ihre Grenzen, als wir versuchten den Refrain zweistimmig zu singen. Zugegeben - einfach war und ist es noch immer nicht. Mit vielem Hören und Üben werden wir diese Schwierigkeit schaffen. Eigenartigerweise habe ich es in dieser Probe sehr heiss und stickig erlebt, obwohl draussen Minustemperaturen zu verzeichnen waren. Wie wird das wohl im Sommer bei 30 °C Aussentemperatur im Singzimmer herauskommen? Vielleicht brauchen wir dann neben Singmäppchen, Schreibzeug und Trinkflaschen gleich auch noch das Duschzeug in die Probe mitzunehmen. Ob die Schlussszenen des DVD's School of Rock das ihre zur Motivation beitrugen oder es bei den meisten schon zum Vornherein feststand - über 40 Kinder fanden sich anschliessend an die Chorprobe im Schulzimmer von Frau Studer ein. Während der nächsten Dreiviertelstunden wurde diskutiert, überzeugt, nachgegeben, zugehört, gefeilscht; schliesslich trugen sich alle einmal oder mehrmals auf den vorbereiteten Songblättern ein, um am Konzert eine Solo zu singen, die Bassgitarre zu zupfen, auf die Trommel, Pauke und Highhat zu dreschen, dem Saxophon das Beste abzuringen und Videoclips zu drehen. Am nächsten Montag treffen wir uns nochmals, um offene Fragen zu klären und leergebliebene Solostellen zu besetzen. Nebst allem Elan und aller Begeisterung, einen Solopart zum Besten zu geben, blieb eines im Vordergrund: Den Einsatz und das Können jedes Kindes braucht es selbstverständlich auch im Chor selbst. Ohne eine Topleistung der Chorkinder mögen noch so glamouröse Solistinnen, wagemutige E-Gitarrenspieler, originelle Videoclips und die hartrockigen Stücke von the band nur zur Hälfte das Publikum zu berühren und zu begeistern. Da bleibt für die Probearbeit bis zu den Osterferien nur noch zu sagen - let's bubblegum! sw samstag, 22. januar 2005 bandprobe Es ist kalt, sehr kalt. Der Pilatus ist in Wolken gehüllt. Es hat in der Nacht leicht geschneit. Kurz vor zehn Uhr stehen Stefan, Michèl und Cyrill mit ihren Istrumentenkoffern vor dem Schulhaus Sagen. Auch Yannic trifft gleichzeitig mit mir zur Probe von the band ein. Erwartungsvoll steigen wir hinauf ins oberste Schulzimmer mit der Nr. 22. Die Jungs verkabeln ihre Gitarren und Verstärker professionell, als hätten sie ein Leben lag nichts anderes gemacht. Auch meine Tochter ist mit von der Partie und ist mit einem Gitarrenkabel beschäftigt. Bald erklingen die ersten Töne, einzelne Saiten werden noch gestimmt. Auch dem E-drum entlockt Michèl die ersten kraftvollen dung-däg-d-dung-dung-täg's. Stefan verteilt die Blätter. Es kann losgehen. I'm just a kid von Simple Plan ist angesagt. Zuerst greift Cyrill beim Intro in die Saiten, bevor dann Michèl mit dem E-drum in die Strophe überleitet. Für diesen Song hat Yannic seine schwarze E-Gittarre gegen den Bass getauscht, damit er dem Song den nötigen Druck verleihen kann. Stefan spielt die Akkorde auf seiner E-Gitarre und singt zugleich die ersten Worte ins Mikrofon: I woke up it was 7 waited till 11 just to figure out that no one would call I think i got a lot of friends but I don't hear from them. Gegen halb elf Uhr stossen Sabrina und Lorena dazu und unterstützen Stefan beim Singen. Sie werden bei diesem Song den Part der back-vocals übernehmen. Ich erfahre, dass eigentlich Daniel den Song singen wird, er sich aber für die heutige Probe entschuldigt hat. Meine Tochter Mia ist immer noch mit dem Gitarrenkabel beschäftigt. Als dann Michèl kurz nach elf Uhr aufbrechen muss, nutzt Mia die Gunst der Stunde und setzt sich ans E-drum. Eigentlich möchten die Jungs, dass ich sie am E-drum begleite, was leider unmöglich ist, da meine Tochter den 4/4 Takt ganz anders interpretiert als ich. Also höre ich auf zu spielen. Eh ist es schon viertel nach elf und die Jungs und Mädels packen zusammen. Gut gelaunt verlassen sie das Schulhaus. Auch Mia und ich brechen auf, Mia fragt noch: Wie heisst de Bueb wo Gitarre gschpelt hed? Es scheint, dass sie die Jungs sehr beeindruckt haben. Mich auch. gh donnerstag, 20. januar 2005 Ihr fragt euch auch, weshalb vier Sechstklassjungs an einem Mittwochnachmittag freiwillig zweieinhalb Stunden in die Schule kommen und am Ende noch fragen, ob es am nächsten Mittwoch wieder möglich ist? Meines Erachtens nennt sich die Diagnose eindeutig "virus extremus musicus". Diese Infektion liess sich bis jetzt auch nicht durch vorübergehende ermüdende Probeerlebnisse stoppen: Jedenfalls spielten uns dieselben Jungs zu Beginn der Chorprobe ihre Bis-Jetzt-Geübt-Version von I am just a kid vor und ernteten dafür Applaus vom Chorpublikum. Wer einen langen Atem hat und gleichzeitig dem Ton noch viel Raum geben kann bewiesen sich alle gleich selbst beim Einsingen. Darauf folgte die Erkenntnis, dass Refrains, welche zweistimmig und nacheinander gesteigert gesungen werden, gleich den ganzen Song aufwerten und spannender gestalten lassen. Nach der Titelgschicht mit instrumenteller Begleitung skizzierte Herr Hügin einen möglichen Konzertablauf mit Pause und Songauswahl. Vor der Fortsetzung von School of Rock waren alle gefordert. Ganz viele Anweisungen mussten bei Teilen aus dem Dadasong umgesetzt werden: Den Anfang eines Tones leise anschlagen und dann ein wenig lauter werden, das ganze gerade umgekehrt, dazu noch bei 69 MitsängerInnen auf die Schlussendungen von face, emtyness und thougtfullness hören und gemeinsam abschliessen forderte einiges an Konzentration und Umsetzungsvermögen, wirkte sich jedoch auf eine tolle, aufmerksame, Probeatmosphäre aus. Die angesagte dreiwöchige Pause wird allen gut tun - wir treffen uns nach den Fasnachtsferien, um die Songs fürs Schlusskonzert endgültig auszuwählen und dann mit einer intensiven Chor- und Bandprobezeit zu beginnen. sw donnerstag, 13. januar 2005 "Ich bin auf dem roten Teppich gestanden und habe vorher noch gar nicht gewusst, was das bedeutet." Diesen und einige andere Ausschnitte übers Aufgeregt-Sein auf der Bühne aus dem Making-off von School of Rock gaben den Auftakt für unsere zweite Probe im Jahr 2005. Mr. S (der Hauptdarsteller) gab uns danach in den ersten Filmkapiteln einen Einblick in den Anfang der Bandgründung. Yannic und Stefan S. orientierten anschliessend über eigene Erfahrungen der "Bandgründung" vom letzten Dienstag. Dabei traffen sich knapp ein Dutzend Kinder mit ihren mitgebrachten Songs und Liedtexten zum gegenseitigen Anhören, Auswählen und Abstimmen. Für zwei Stücke haben sich die beiden Jungs verantwortlich erklärt. Für die Stücke T.N.T von AC/DC und Smoke on the Water von Deep Purple können bei Stefan und Yannic Texte, Gitarrengriffsammlungen, Songaufnahmen bezogen werden. Sie und die Kinder, welche sich für ein Instrument gemeldet haben, überlegen sich ebenfalls Möglichkeiten zum Proben, wer wann wie wirklich spielt, ob die Stücke mit oder ohne SängerInnen aufgeführt werden usw. les bubblegums erweiterten ihren "Klang-Körper" beim Einsingen: Wie stellt ihr euch eigentlich den Ton vor, wenn er im Körper klingt und in den Raum übergeht? Diese Frage hatte sich noch niemand überlegt und konnte von niemandem beantwortet werden. Wenn wir jedoch so weiterüben, werden wir bis im Sommer mit unseren Stimmen einen beachtlichen Raum füllen können. Dies zeigte sich auch beim Singen der Titelgschicht. Nach einem Rhythmusexperiment von Herr Hügin, dem Song der Dada's und Slide verabschiedeten wir uns und einige müde Kinder mit roten Köpfen bis zur nächsten Woche vom Singzimmer. Heute blieben zwei Wünsche für die nächste Probe im Raum hängen: Kinder, welche den Mut haben am Mikrophon schwierige Stücke zu singen, unterstützen wir und helfen mit, dass ihnen dies gelingen kann. Und piepsende Uhren schalten wir auf stumm oder nehmen sie erst gar nicht mit. ;-) sw donnerstag, 6. januar 2005 Dunkelheit wartete auf die hereinströmenden Kinder im Musikzimmer Wydenhof. Nach dem Anblick des Beamers und der leeren Wand wurde bereits vielen klar: Es werden bewegte Bilder folgen. Mit einem Ausschnitt aus dem Making of und dem Schluss von School of Rock starteten die Kinder und LeiterInnen von les bubblegums auf den langen Weg bis zum Sommerkonzert. Wie bei jedem Projekt wird es auch bei diesem auf und ab gehen, fetzige, energiegeladene Takte wechseln ab mit ermüdenden Probestunden, Entscheide und Absprachen müssen gefällt werden, die nicht allen gefallen und Kompromisse ausgehandelt werden, welche alle mittragen können, gemeinsame packende Erfolgserlebnisse werden sich abwechseln mit schwierigen Situationen, bei welchen Mitdenken und Helfen von allen gefragt ist. Und wenn dann die Motivation zum Proben und Üben der immer gleichen Songs ungefähr vier Wochen vor dem Konzert dem Nullpunkt zuplätschert, wird sie eine Woche bis einige Tage oder Stunden vor dem Konzert wieder in ungeahnte Höhen emporklettern und eine Spannung erzeugen, die sich am Schlusskonzert (hoffentlich) so gewaltig entladen wird, dass sich das Publikum bei den Baladen die Tränen aus den Augenwinkeln streichen muss und ihm nach den fetzigen Stücken vor Mitklatschen die Handflächen brennen. Nun den, liebe SängerInnen, MusikerInnen, Tänzer, Multimediaprofis am Laptop und Beamer und alle die sonst noch mitmachen - haut die Leute aus den Socken !! Äh - der Schlachtruf von meiner Seite kommt wohl noch etwas zufrüh. Immerhin sind doch noch ca. 20 Donnerstagnachmittage harte Arbeit vor uns. So begannen wir auch heute mit einem neuen alten Stück - der Titelgschecht von Subzonic. Auch an den Songs vom Weihnachtskonzert lohnt es sich zu proben. Die Begeisterung von School of Rock motivierte einige Jungs, sich am nächsten Dienstag mit E-Gitare, AC/DC - CD's und Textblättern aus dem Internet im Zimmer von Herrn Walti einzufinden. Wir sind gespannt, was entsteht: Eine Band die selbständig zu Hause probt? Die als Einlage zwischen den Schweizersongs den ZuhörerInnen mit ihrem Sound eine neue Dauerwellenfrisur verpasst? Selbstverständlich sind auch alle anderen Kinder eingeladen, sich Gedanken zu weiteren möglichen Song zu machen, Texte mitzubringen, Ideen für Videoclips zu sammeln oder Chorlogos zu entwerfen ...sw frühmorgenkonzert vom 23. dezember 2004 Nach einem erste Soundcheck um 6.20 Uhr helfen zwei "Sehr-früh-aufsteh-Kinder" mit, die Kerzenlichter in der Turnhalle anzuzünden und auf den Fenstersimsen zu verteilen. Um 7.00 Uhr beginnt auch vor der Turnhalle Sagen emsiges Treiben: Die 1. bis 4. Klässlerinnen verteilen Kerzenlichter auf dem Pausenhof und bilden auf der Treppe eine Leuchtenkette zum Eingang der Turnhalle. Die Kinder aus der Klasse von Kurt Misteli treffen die Vorbereitungen für den Punchausschank. Um 7.15 Uhr besammeln sich die schwarz-weiss gekleideten Chorkinder in der Turnhalle für ein Warm-up. Bis alle bereit sind, ist bereits 7.22 Uhr. Mit verzückten und staunenden Gesichtern strömen um 7.30 Uhr Kinder und Erwachsene in die von Kerzenlicht erleuchtete Halle und setzen sich in einem grossen Halbkreis auf den Boden. Dann geht's los: The most beautiful song von Lunik, Gib mer ä Chance vom Baschi, Läb dini Tröim von Kischa und Slide nochmals von Lunik. Darauf folgte eine Geschichte zu Weihnachten, erzählt von der Handarbeitsengelin Marianna Fuchs. Vor lauter Kerzenlichtstimmung und musikalisch-himmlischer Verzauberung sitzen einige Kinder mit offenem Mund und grossen Augen da und vergessen - so habe ich es zumindest beim Begleiten mit der Gitarre erlebt - bei den drei Weihnachtsliedern mitzusingen. A little drummer boy, s' will weder Wiehnacht wärde und I wish you a merry christmas hatten alle Klassen, welche am Frühmorgenkonzert teilnahmen, eingeübt. Der warme Punch, den nun die Kinder aus der Klasse von Kurt Misteli ausschenken, hilft mit, die Weihnachtsstimmung an diesem Morgen nicht nur über Ohren und Augen, sondern auch noch im Bauch fühlen zu lassen. sw Probentagebuch vom 9. bis 23. Dezember 2004 Am Donnerstag 9. Dezember probten wir aus organisatorischen Gründen von 10.00 bis 12.00 Uhr am Mittag, was sich erstaunlicherweise recht deutlich auf das Stimmvolumen und die Konzentrationsfähigkeit auswirkte. Nach dieser Probe hatten wir nun endgültige Klarheit, dass der Aufenthalt auf der Bühne mit den Instrumenten wirklich nur für die Bandmitglieder und SolosängerInnen angebracht ist. Auch eine Lösung für die Benützung der Toilette haben wir gefunden: Da wir im Schulhaus Wydenhof Gäste sind, gehen wir zu zweit auf die Toilette, um allfällige Beanstandungen wegen Lärm im Keime zu ersticken. Daneben probten wir im ersten Durchgang mit Klavier und Gitarre ganz leise die Chorstellen und Einsätze. Ein Gedanken bleibt hängen: Wollen wir nächstes Schuljahr Musik und Chorsingen von 8.00 bis 10.00 Uhr im Stundenplan einplanen oder Rechnen und Deutsch? Die Woche darauf, am 16. Dezember, probten wir mit den Soloparts, der Band und dem ganzen Chor. Da uns der Ertrag dieser Probe vor allem wegen den Solistinnen und Solisten nicht gerade vom Sockel riss (und Frau Studer trotzdem beinahe vom Sockel gefallen wäre) beschlossen wir in einer Kriseninterventionssitzung, die verbleibenden vier Tage vor dem Auftritt intensiv mit Proben zu nutzen. So trafen wir uns bereits am Freitag wieder im Singsaal des Schulhauses Sagen, um nur mit Gitarre und Klavier die vier Stücke nochmals zu singen. Das muss nun doch gesagt sein: Wie konnten wir von den SolosängerInnen erwarten, dass sie bereits "professionell" ins Mikrophon singen würden? Deshalb übten wir mit allen Bandmitgliedern und SolosängerInnen am Dienstagnachmittag im Zimmer von Herr Hügin mit über 30 Kindern das Singen mit Mikrophon. Gleichzeitig sollten die Kinder die Arme locker hängen lassen, im letzen Takt auf den ersten Schlag den Akkord auf der Gitarre nur noch einmal anschlagen, am Schluss des Liedes langsamer singen, ... und dies alles bei bester Laune und mit einem Lächeln im Gesicht! Vor dem Auftritt dann ein letzter Check während der Hauptprobe im verdunkelten Singsaal: Mit fauchender Nebelmaschine, neuen Notenständer inklusive Notenbeleuchtung, vier Mikrophons und sonstigem Kleinstzubehör, das für einen solchen Anlass eben notwendig ist, letzte choreographische Anweisungen von Frau Studer zum Aufstehen und Absitzen, was tun wir, wenn alle Zuhörerinnen in der Turnhalle schwatzen, der Strom ausfällt oder Herr Hügin krank ist? Nachdem alle Fragen geklärt waren, trugen wir das Material in den Geräteraum der Turnhalle, um am späten Mittwochabend die "Bühne" fürs Frühmorgenkonzert einzurichten. sw donnerstag, 2. dezember 2004 Nein, wir hätten es uns kaum träumen lassen: Auf die ungefähr 14 möglichen Solostellen der Weihnachtskonzertstücke meldeten sich über 30 Kinder! Über 30 Kinder - das ist beinahe die Hälfte aller Sängerinnen und Sänger von les bubblegums! Und das nächste Verrückte: Diese 30 Kinder einigten sich in acht Minuten, wer in welchem Lied welche Strophe und welchen Satz und wer mit wem zusammen und alleine und sowieso ... singt! Kompliment! Mich hat es beeindruckt, dass les bubblegums so schön gesungen haben. Auch hat es mich gefreut, dass so viele Leute die Konzerte besucht haben." Faton Nach dem Warmup der Stimmbänder und Zwerchfellmuskulatur widmeten wir uns ausschliesslich den vier Weihnachtssongs The most beautiful song (Lunik), Gib mer ä Chance (Baschi), Läb dini Tröim (Kisha) und Slide (Lunik). Diese Top 4 waren das Produkt unserer Hausaufgabe von der letzten Probe. Nach intensiver Auseinandersetzung von Refrains und Übergängen reichte die Zeit gar noch, alle vier Stücke mit den Solokindern an den Mikrophons einmal durchzusingen. Das geplante Konzert vor über 200 Mitschülerinnen und -schülern in , hoppla, zwei Wochen und sechs Tagen spornt an und wirkt sich spürbar auf die Probemotivation und den Einsatz aus. Am Dienstag und heute haben sich zudem in den Förderstunden alle Kinder getroffen und abgesprochen, welche die Stücke mit Instrumenten begleiten möchten. |
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